Moni    
 

 

geboren

Februar 1999

Ort

England

 

 

 

 

Beruf

Wachhund
            
/ wenn ich nicht schlafe (Tarnung)

 

 

Hobbies

Bälle und Holzstücke; Holen und Zerlegen
Auto fahren und spazieren gehen,
Türen öffnen 

 
 

 

Abneigung

andere Kläffer

   

Hallo, mein Name ist Moni,
eigentlich heiße ich ja Monica, doch jetzt nennt man mich Moni. Warum ich das so erkläre? Nun, ich hatte schon mehrere Namen. Meine frühere Familie nannte mich Maggie. Die kamen ja auch aus England. Dort heißt fast jeder Hund so, genau wie früher die Premier-Ministerin. Egal, da habe ich englisch verstanden, jetzt musste ich Deutsch lernen. Außerdem finde ich Moni viel besser, das klingt so wohl in den Ohren.


* * * * * * * * *
Im Tierheim
Es war eigentlich ein etwas trüber Herbstag. Ich lag wie in den letzten Wochen so üblich, unschlüssig in meiner Box. Rechts und links von mir waren weitere Boxen, oder auch Zwinger. Darin waren weitere Hunde. Wenn man sich auch nur etwas draußen bewegte, sofort wurde man angekläfft. Natürlich habe ich denen gewaltig meine Meinung gesagt, -- half aber nichts.
Meine Familie hatte mich kürzlich hier hingebracht, aber seit dem habe ich sie nicht mehr gesehen. In den letzten Tagen davor war so allerhand passiert. Wir lebten in der Stadt. Es war erst ja eigentlich 
nicht so schlimm. Wir hatten ein Haus mit dem kleinen Garten und konnten in der Siedlung schön spazieren gehen.   
Doch plötzlich waren wir in einer ganz anderen Gegend. Die Wohnung mehrere Stufen hoch, kein Garten, kein Balkon. Draußen immer nur an der Leine und die vielen Autos. Ich wollte einfach wieder zurück, und habe sehr lautstark protestiert. Vor allem, wenn meine Familie nicht da war. Das musste man den Nachbarn doch sagen, was hier los war.
Mensch war ich froh, als wir da weg fuhren. - Leider hier hin.
* * * * * * * * *
Ich finde eine neue Familie
So liege ich also nun, wie schon gesagt, in meiner Box und blinzele durch das Loch. Sollte ich mal wieder raus gehen? - Sofort wieder das blöde Gekläff da auf der linken Seite.  Die Sonne hatte sich auch verzogen, - also weiter dösen. 
He, was ist denn das? - Da drüben am Zaun steht ein junges Mädchen. Sie schaut ja zu mir herüben! - Jetzt bückt sie sich sogar. Kann das sein, das sie mich ruft? - Ok, gehen wir einfach mal hin und sehen, was die will und was da  passiert .
Also trotte ich erst mal durch den Zwinger. Rechts und links die alten Tölen einfach ignorieren. Das da vorne ist viel interessanter. Das Mädchen steckt die Hand durch den Zaun. Pa, ist die blöd. Einfach die leere Hand und gar nichts zum Fressen? Wenigsten ein Leckerli hätte sie schon mitbringen können. Aha, die will mich streicheln. Auch gut, hatten wir schon lange nicht mehr. Hi, das tut mal wieder richtig gut. 
Jetzt kommt auch die Pflegerin. Da ist noch einer dabei, mit Leine!!
Endlich geht es mal wieder raus! 
Der Mann rupft ganz schön an der Leine, er sagt etwas. - Versteh ich aber nicht. - Ganz egal, erst hab' ich mal ein Bedürfnis. - 
Da muss ich mich doch sehr kräftig ins Zeug legen, bis der merkt, dass ich aufs Feld muss. So mach ich einfach hier den Buckel. - Nun das versteht er und wartet ab, bis ich fertig bin.
So Leute, jetzt kann's los gehen, zeigen wir euch mal die Gegend ums Tierheim. Erst der Graben, als ich mit den Füssen drin stehe, kommt nicht unbedingt Freude auf. Er lacht wenigsten. Also weiter. Auch das Mädchen geht mit mir ein Stück über einen Feldweg. Als wir zurückkommen, ist der Mann wieder da und begrüßt mich. Alle scheinen zufrieden zu sein.
Zurück im Tierheim spricht der Mann mit der Leiterin, Frau Bergmann. Die scheinen sich zu kennen. Also setzen die sich erst mal auf eine Bank und unterhalten sich. Ich lege mich erst mal dazu. Abwarten! So lange wir hier sind, brauch ich wenigstens nicht zurück in den Zwinger.   Da kommt auch schon die Pflegerin.   Ich soll also wieder in den Käfig? - Bloß nicht. - Sie geht wieder weg?! --- Der Mann folgt ihr ins Haus, das Mädchen bleibt bei mir. ---
Nach einiger Zeit kommt er wieder zurück, nimmt die Leine und ....   Klasse, wir gehen wieder spazieren. An der Strasse bleiben wir hinter einem Auto stehen ..... und ..... er öffnet den Kofferraum.  --- Nichts wie rein, jetzt fahren wir sogar noch Auto! Woher weis der bloss, dass das eine grosse Leidenschaft von mir ist. --- Auf geht's!!
* * * * * * * * *